Es gibt Hochzeiten, bei denen zwei Familien zusammenkommen. Und es gibt Hochzeiten, bei denen zwei Welten zusammenkommen.
Wenn eine Familie aus Anatolien stammt und die andere aus Schwaben, wenn die eine Seite 300 Gäste selbstverständlich findet und die andere 80 schon viel, dann ist die Hochzeit kein Termin. Sie ist eine Verhandlung, ein Kompromiss und am Ende etwas Eigenes.
Wir begleiten solche Feiern seit 2016. Was wir dabei gelernt haben, steht hier.
Die Gästezahl ist fast immer die erste Hürde
In vielen Kulturen ist die Gästeliste keine Auswahl, sondern eine Pflicht. Wer eingeladen werden muss, wird eingeladen. Die andere Familie versteht das oft nicht, und beide halten die eigene Sicht für selbstverständlich.
Der Fehler ist, die Zahl zu verhandeln, bevor die Location feststeht. Denn die meisten Locations im Raum Ludwigsburg und Stuttgart hören bei 150 Gästen auf. Damit wird die Kapazität zum Schiedsrichter, und eine Familie verliert.
Klärt zuerst, was möglich wäre. Danach entscheidet ihr, was ihr wollt.
Zwei Abläufe, ein Abend
Ein türkischer Abend beginnt anders als ein deutscher. Henna-Nacht, Einzug, Goldnadeln, Halay bis früh. Anderswo gibt es Sektempfang, Rede, Dinner, Eröffnungstanz.
Beides an einem Abend unterzubringen ist möglich, aber nicht durch Aneinanderreihen. Was funktioniert: Zeitfenster vergeben. Jede Tradition bekommt ihren Block und ihre Bühne, nicht ihre Hälfte des Raums.
Und benennt jemanden, der durch den Abend führt und beide Seiten kennt. Ohne diese Person zerfällt der Ablauf in zwei Feiern nebeneinander.
Essen ist keine Nebensache
Halal, vegetarisch, vegan, laktosefrei, glutenfrei. In interkulturellen Feiern kommt selten nur eine dieser Anforderungen vor, meistens mehrere gleichzeitig.
Die entscheidende Frage an jede Location lautet deshalb nicht, ob halal möglich ist. Sie lautet, ob in derselben Küche gekocht wird und wer die Trennung verantwortet. Ein externer Caterer, der einmal im Jahr halal liefert, ist etwas anderes als eine Küche, die es jede Woche macht.
Die Musik
Zwei DJs klingen nach einer guten Idee und sind meistens keine. Was besser funktioniert: ein DJ, der beide Repertoires beherrscht, plus eine Live-Einlage für den Teil, der Live sein muss.
Klärt vorher die Lautstärke und die Uhrzeit. Bei uns ist bis 3 Uhr Schluss, und das ist in der Region viel. Andernorts endet der Abend um 24 Uhr, mitten im Programm.
Worüber niemand spricht
Der Alkohol. Wenn eine Familie trinkt und die andere nicht, führt das leicht zu einem Abend mit zwei Stimmungen.
Bei uns bringt ihr euren hochprozentigen Alkohol selbst mit, Jack Daniel’s, Vodka, Gin, Raki. Gläser und Eiswürfel kommen von uns. Das hat einen praktischen Grund, aber auch einen unerwarteten Vorteil: Jede Familie bringt mit, was sie kennt, und niemand muss sich rechtfertigen.
Die drei Fragen vor der Zusage
- Passen alle Gäste hinein, die kommen müssen, nicht nur die, die kommen sollen.
- Kocht das Haus selbst, oder wird geliefert.
- Bis wann darf gefeiert werden.
Wer diese drei Fragen beantwortet hat, kann sich um den Rest kümmern. Was eine Feier insgesamt kostet, steht im Artikel Was kostet eine Hochzeitslocation.
Bei uns
980 Quadratmeter. 80 bis 400 Gäste. Inhouse-Küche, eigenes Team, 90 Parkplätze, bis 3 Uhr.
Wir haben hier deutsche, türkische, kroatische, italienische und serbische Hochzeiten erlebt, und viele, die sich nicht zuordnen lassen. Jede war anders. Das ist der Punkt.
Mehr zur Hochzeitslocation in Remseck bei Ludwigsburg oder direkt Besichtigung buchen.
Your time to shine.